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Tags: #YunoHost #Server #HomeServer #SelfHosting #Fediverse #OpenSource #FOSS #NoBigTech #DigitaleAnarchie #DigitaleSelbstbestimmung


Was ist YunoHost?

Manchmal wünscht man sich doch, wieder ein bisschen mehr Kontrolle über die Dinge zu haben – gerade, wenn es um die eigenen Daten geht. Genau hier setzt YunoHost an: ein freies Betriebssystem, das dir ermöglicht, deine eigene Server-Umgebung einfach und sicher zu betreiben. Du kannst damit Webanwendungen direkt auf deinem eigenen Server hosten, sei es zu Hause neben dem WLAN-Router oder auf einem gemieteten Server irgendwo in der “Cloud”.

YunoHost wird von einer leidenschaftlichen Open-Source-Community gepflegt und basiert auf Debian GNU/Linux. Es vereinfacht viele technische Hürden und schafft Platz für mehr Zeit – Zeit, um deinen Anwendungen eine persönliche Note zu geben.

Wie funktioniert YunoHost?

YunoHost bringt eine intuitive Weboberfläche mit, die selbst Einsteigerinnen ohne großes Vorwissen durch die Server-Verwaltung lotst. Benutzerinnenkonten, Domains und selbst die Installation neuer Apps sind in kürzester Zeit eingerichtet. Besonders überzeugend: das in YunoHost integrierte Single Sign-On-System. Damit können Nutzer*innen sich einmal anmelden und erhalten automatisch Zugriff auf alle installierten Apps – ein bisschen wie eine persönliche Schaltzentrale für dein digitales Leben.

Beliebte Anwendungen

Einer der großen Vorteile von YunoHost ist die riesige Auswahl an Anwendungen, die du mit nur wenigen Klicks installieren kannst. Hier ein paar der beliebtesten Beispiele:

  • Nextcloud: Der unangefochtene Favorit für Dateifreigabe, Synchronisation und Teamarbeit.
  • WriteFreely: Perfekt, um deinen Blog ins Leben zu rufen.
  • Mastodon: Der Platzhirsch unter den Microblogs im Fediverse. Basic und stabil.
  • Sharkey: Microblogging basierend auf Misskey mit einer sehr schönen Weboberfläche und zusätzlichen Funktionen, die Mastodon nicht bietet.
  • Matrix: Ein Messenger den du selbst kontrollierst.
  • CryptPad: Kollaborative Office-Suite, die Ende-zu-Ende verschlüsselt und Open-Source ist.

TunoHost-App-Katalog

Installation von YunoHost

Die Installation von YunoHost ist so gestaltet, dass sie nicht viel technisches Vorwissen voraussetzt – und damit kannst du dein eigenes Projekt ziemlich schnell starten. Ich habe im Netz gestöbert und zwei hilfreiche Anleitungen gefunden, die dir den Einstieg erleichtern:

Heim-Server: Der DIY-Weg

Wenn du einen Raspberry Pi oder ähnliches zu Hause hast, könntest du YunoHost darauf installieren. Es ist eine großartige Möglichkeit, einen Home-Server einzurichten, der dir gehört und nur dir. Hier findest du die passende Anleitung:
YunoHost auf einem Heim-Server installieren

Gehosteter Server (VPS): Für mehr Leistung

Falls du lieber auf einen gehosteten Server setzt, also zum Beispiel einen Virtual Private Server (VPS) irgendwo online mietest, gibt es auch dafür einfache Installationsanleitungen. Eine findet sich hier:
YunoHost auf einem VPS installieren

Herausforderung: Wenn’s mal klemmt ...

So einfach YunoHost in der Regel funktioniert, gibt es hin und wieder diese kleinen Momente, in denen eine App nicht korrekt installiert wird oder irgendetwas nicht wie geplant läuft. Für erfahrene Server-Admins ist das oft nur eine Kleinigkeit. Alle anderen müssen aber auch nicht den Mut verlieren: KI-basierte Tools können dir bei der Analyse helfen. Meist ist das Problem innerhalb weniger Minuten behoben.

YunoHost-Weboberfläche

Für wen eignet sich das?

Wer spaß daran hat. Wer ein neues Hobby sucht. Wer Wert auf Kontrolle legt. Wenn du deine Software oder Dienste selbst hostest, hast du auch alles in der Hand. Deine Daten sind bei dir und du bestimmst selbst was und wie du es machst. YunoHost passt hervorragend zu den Themen Privatsphäre, Datenschutz, digitale Selbstbestimmung, No Big Tech, Open-Source usw.

Fazit

YunoHost ist mehr als bloß ein Server: Es ist eine Einladung, wieder selbst die Zügel in die Hand zu nehmen. Egal, ob du eine Plattform für dein Team, eine private Cloud oder eine eigene Website möchtest – YunoHost macht all das und mehr nicht nur möglich, sondern auch angenehm unkompliziert. Und sollte es doch einmal haken: Es gibt immer einen Weg, weiterzukommen. Vielleicht ist das am Ende gerade das Schöne daran.

Du möchtest loslegen? Probier es aus. Du wirst erstaunt sein, wie viel du mit ein wenig Neugier und YunoHost erreichen kannst.

 
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Tags: #Sehnsucht #Zweisamkeit #Liebe #Vertrauen #Hingabe #Einsamkeit #InnereZerrissenheit #Herzgedanken #StilleSehnsucht


Zweisamkeit. Ein Wort, das wie ein Flüstern klingt, kaum greifbar und doch so schwer auf der Zunge liegt. Manchmal frage ich mich, ob ich mich danach sehne, weil es in meiner Natur liegt, oder ob es diese ausgehöhlte Zeit ist, die mir solche Wünsche in die Brust pflanzt. Es ist keine brennende Sehnsucht, die mich um den Schlaf bringt. Nein, sie ist ein langsames Tropfen, stetig, kalt, fast unbemerkt – bis es ein Echo hinterlässt, ein leises Pochen irgendwo in den Tiefen meiner Gedanken.

Ich stelle mir oft vor, wie es wäre, jemanden zu haben, der bleibt, wenn es nichts mehr zu sagen gibt. Jemanden, der nicht fragt, warum die Worte heute schwerer wirken als sonst, sondern in meinem Schweigen ein Zuhause sieht. Zweisamkeit ist für mich keine ständige Nähe, kein loderndes Feuerwerk aus Berührung und Worten. Sie ist dieses Wissen, dass etwas nicht zerbricht, auch wenn es sich dehnt, wenn es durch Stürme führt oder in den Nebel aus Versagensangst und Selbstzweifeln eintaucht.

Aber Liebe… Liebe scheint mir ein zärtlicher Verrat an sich selbst zu sein. Ein Sich-Ergeben an die Welt eines anderen, mit all ihren Rissen und Narben. Nicht aus Blindheit, sondern aus dem stillen Wissen heraus, dass diese Brüche auch meine sind. Vielleicht ist es genau das, was Vertrauen so quälend schön macht: Es verlangt, dass man sich entblößt, mit all seinen Unvollkommenheiten, seinen Ängsten und Abgründen.

Ich frage mich, ob wir überhaupt noch dazu imstande sind, so etwas zuzulassen. Uns ganz und ohne Vorbehalt auszuliefern – nicht als Besitz, sondern als Geschenk, das nicht zurückgefordert werden kann. Oder ist Hingabe nur noch ein Wort aus alten Geschichten, etwas, das sich für uns modernisierte Ruinen als zu riskant anfühlt?

Manchmal male ich mir in den düsteren Stunden aus, wie es wäre, jemanden zu lieben, ohne Angst vor der Möglichkeit, verletzt zu werden. Jemanden, dessen Stimme wie ein Hafen klingt, der nach Hause ruft, wenn alles andere verflogen ist. Doch dann ermahne ich mich. Solche Fantasien, so schön sie auch sein mögen, können schnell zur Falle werden. Denn sie verlangen nach Perfektion, und Perfektion kann uns nur das Leben vorenthalten.

Hingabe – wie lange hab ich über dieses Wort nachgedacht? Es ist keine Schwäche, wie es so oft dargestellt wird. Sie braucht Mut, vielleicht mehr, als man sich selbst zugesteht. Hingabe ist der Augenblick, in dem man sich anvertraut, ohne Netz, ohne Sicherung. Sich ausliefert in das, was ein “Wir” sein könnte, auch wenn die Welt drumherum weiterhin brüchig bleibt.

Doch diese Vision ist bittersüß. Ein Teil von mir glaubt, dass ich irgendwann in diese Art von Zweisamkeit eintauchen könnte, und zugleich habe ich die Ahnung, dass ich nicht weiß, wie man sie festhält. Vielleicht liegt die wahre Tragik darin, dass wir uns so sehr nach Verbindungen sehnen und uns doch davor fürchten, wirklich gesehen zu werden.

Am Ende, so scheint es mir, ist Sehnsucht wie Regen. Sie kühlt, sie reinigt, und doch rinnt sie unbarmherzig durch jede Lücke – bis etwas in uns beschließt, entweder zu zerbrechen oder daran zu reifen.

Heute, mit diesem Gefühl von Dunkelheit und stiller Hoffnung, blicke ich in die Nacht, beobachte den Mond, wie er stumm durch den wolkenverhangenen Himmel zieht. Und mir wird klar: Ich warte nicht nur auf jemanden. Ich warte darauf, mich selbst zu berühren, in dem Anderen gespiegelt, verstanden, vielleicht gefunden.

Vielleicht ist das die bittersüßeste Wahrheit von allen.

 
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Tags: #Selbstbestimmung #Eigenverantwortung #NeuesDenken #Polizeistaat #Anarchie #Systemkritik #Umdenken


Manchmal frage ich mich, ob wir nicht nur in einem Spiel gefangen sind, bei dem die Regeln ständig geändert werden – ohne dass wir mitreden dürfen. Monarchie, Diktatur, Kommunismus, Demokratie – jedes dieser Systeme scheint auf den ersten Blick verschieden, und doch dreht sich alles um eine simple Wahrheit: die Herrschaft weniger über viele. Ob Kronen, Uniformen, Parteibücher oder Wahlzettel – am Ende scheint es immer auf Kontrolle hinauszulaufen. Und das Bedürfnis, jemanden zu lenken, entspringt wohl tief in uns: ein Misstrauen, das dem Menschen nichts zutraut, solange er nicht in ein System gezwängt wird.

Doch funktioniert das wirklich? Die Monarchie wäre ehrlicher, wenn sie sich nicht mehr als ein Relikt selbst glorifizieren würde, das sich durch Rituale über Wasser hält. Diktaturen verbreiten Angst mit eiserner Faust, aber die Angst frisst nur das Vertrauen, das eine Gesellschaft lebendig macht. Der Kommunismus, mit all seinen utopischen Versprechungen, hat uns vor allem gezeigt, wie anfällig Gleichheit für Machtmissbrauch ist. Und die gefeierte Demokratie? Sie bietet uns Wahlmöglichkeiten wie in einem Schaufenster, während die Fäden im Hintergrund gezogen werden – oft von denen, die nie gewählt wurden.

Was bleibt, wenn all das scheitert? Der Gedanke, dass der Mensch etwas anderes sein kann als ein Zahnrad in der Maschine. Vielleicht ist Anarchie nicht das Synonym für Chaos, als das es oft dargestellt wird – vielmehr könnte sie genau das sein, was weder Monarchien noch Systeme der Unterdrückung zugeben wollen: die Möglichkeit, dass Menschen in Freiheit leben können, ohne sich an Hierarchien festzuklammern.

Natürlich ist der Gedanke beängstigend. Selbstbestimmung verlangt Verantwortung, und Verantwortung ist schwer. Wer wäre ich, das zu leugnen? Aber wie schwer wiegt der Preis, den wir zahlen, wenn wir uns dieser Verantwortung nicht stellen? Kontrollmechanismen, Überwachung, Bürokratie – all das nimmt uns Stück für Stück ab, was uns eigentlich ausmacht. Es fesselt uns, während wir glauben, uns frei zu bewegen. Der Polizeistaat – so sehr er Sicherheit vorgaukeln mag – ist ein Spiegel dafür, wie wenig wir uns und einander trauen.

Eine anarchische Gesellschaft würde nicht bedeuten, dass alles ins Chaos stürzt. Sie wäre keine Welt ohne Regeln, sondern eine Welt ohne Zwänge. Entscheidungen würden auf Freiwilligkeit beruhen, auf Respekt, auf gemeinsamer Kooperation, nicht auf Befehlen von oben. Es wäre eine andere Form des Miteinanders, eine, die nicht vom Misstrauen ausgeht, sondern vom Glauben an die Fähigkeit, Probleme auf Augenhöhe zu lösen.

Natürlich werden Kritiker sagen, dass so etwas Utopie bleibt. Vielleicht haben sie recht. Vielleicht ist der Mensch nicht bereit, auf diese Weise zu leben. Aber ist der Versuch nicht wertvoller, als immer wieder dieselben Schlaufen von Machtmissbrauch und Kontrolle zu durchlaufen? Wir müssten uns nicht gleich in Revolutionen stürzen. Es könnte mit kleinen Handlungen beginnen: mit dem Vertrauen darauf, dass nicht jede Entscheidung von oben kommen muss; mit dem Mut, Verantwortung für sich und füreinander zu übernehmen.

Denn am Ende: Warum sollte gerade das Leben selbst, das keinen Herrn über den Regen oder die Sonne setzt, uns so gestalten haben, dass wir uns Legenden aus Macht und Gehorsam unterwerfen müssen? Vielleicht liegt die Antwort in uns selbst – und damit beginne ich, leise zu hoffen, dass Freiheit nicht das ist, wovor wir uns fürchten sollten, sondern das, wofür wir gemacht sind.

 
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Tags: #Freundschaft #Nähe #Ehrlichkeit #Offenheit #Gemeinsamkeit #Stolz #Respekt


Ich denke oft darüber nach, was Freundschaft eigentlich bedeutet, und je länger ich darüber nachsinne, desto weniger passt sie in die gängigen Schablonen. Freundschaft ist für mich kein Kalenderereignis, kein regelmäßiges Abhaken von Treffen, kein Beweis durch Häufigkeit. Sie misst sich nicht daran, wie oft man sich schreibt oder sieht, sondern daran, was bleibt, wenn Stille dazwischen liegt. Mir scheint, echte Freundschaft ist leise. Sie drängt sich nicht auf, sie fordert nichts ein, sie wartet.

Es gibt Menschen, mit denen spreche ich alle paar Wochen. Manchmal vergehen Monate, ohne dass wir uns gegenüberstehen. Zwei- oder dreimal im Jahr vielleicht, wenn es hochkommt. Und doch fühlt sich jede Begegnung an, als hätte es die Zeit dazwischen nie gegeben. Keine Aufwärmphase, kein vorsichtiges Abtasten. Wir setzen dort wieder an, wo wir aufgehört haben – oder vielleicht dort, wo wir innerlich weitergegangen sind. Ich habe gelernt, dass Nähe nichts mit Permanenz zu tun hat. Dass Vertrautheit nicht wächst, weil man sie gießt, sondern weil sie tief genug wurzelt.

In dieser Freundschaft wird nichts zurückgehalten. Nicht die schweren Gedanken, nicht die lästigen Zweifel, nicht die kleinen, unansehnlichen Wahrheiten, die man sonst lieber für sich behält. Es ist ein Raum, in dem alles existieren darf, ohne erklärt oder relativiert zu werden. Wir sind füreinander da, nicht immer greifbar, aber verlässlich. Wie ein Licht, von dem man weiß, dass es brennt, auch wenn man es gerade nicht sieht. Und vielleicht ist es genau dieses Wissen, das trägt.

Zum Ende hin wird mir klar, wie viel Stolz sich leise in meine Gedanken geschlichen hat. Stolz darauf, Teil einer solchen Verbindung zu sein. Wir bringen beide unsere eigenen Brüche mit, unsere Baustellen, unsere unausgesprochenen Ängste. Vielleicht verstehen wir uns gerade deshalb so gut. Weil wir wissen, wie fragil Dinge sein können. Weil wir gelernt haben, vorsichtig zu sein – miteinander, aber auch mit uns selbst. Unsere Probleme sind verschieden, und doch erkennen wir uns im Riss des anderen wieder.

Es gibt eine Gemeinsamkeit zwischen uns, die auf den ersten Blick kaum eine ist. Etwas, das uns eher trennt als verbindet, etwas, das unterschiedlicher kaum sein könnte. Und dennoch halten wir daran fest, nicht um es zu glätten, sondern um es auszuhalten. Wir unterstützen uns, ohne alles verstehen zu müssen. Vielleicht ist das die reifste Form von Nähe: nicht Gleichheit, sondern Respekt. Nicht Übereinstimmung, sondern Loyalität.

Man könnte meinen, wir hätten eine lange Geschichte, Jahre voller gemeinsamer Erinnerungen, ein ganzes Leben vielleicht. Doch die Wahrheit ist schlichter. Wir kennen uns noch nicht einmal zwei Jahre. Und manchmal überrascht mich das selbst. Wie schnell Tiefe entstehen kann, wenn man sich nicht verstellt. Wie wenig Zeit es braucht, um etwas Echtes zu erkennen. Vielleicht ist Freundschaft genau das: ein stilles Einverständnis, dass Zeit relativ ist – und dass manche Verbindungen schneller wachsen, weil sie nichts beweisen müssen.

 
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Tags: #Eindamkeit, #Menschen, #Gesellschaft, #Anarchie, #ADHS


Diesen Satz habe ich früher auch benutzt. Heute klingt er in meinem Kopf wie eine beschwichtigende Lüge, die man sich selbst erzählt, um die Stille auszuhalten. Denn die Wahrheit ist, ich war immer einsam. Nicht weil niemand da war – sondern weil diese besondere Nähe fehlte, dieses ungesagte Vertrauen, das sich im Schweigen zwischen zwei Menschen aufbaut, das gemeinsame Lachen über Nichtigkeiten, das Teilen von Zeit, als wäre sie etwas Kostbares und nicht nur ein leeres Gefäß. Ich vermisse das. Ich vermisse es so sehr, dass diese Sehnsucht manchmal wie ein zweiter Schatten neben mir hergeht.

Und doch stellt sich die Frage: Wie kann ich erwarten, geliebt zu werden, wenn ich mich selbst nicht liebe? Es ist ein zirkulärer Gedanke, eine Falle ohne Ausgang. Die Erwartung an andere wird zur Anklage gegen sich selbst. Vielleicht ist das der Grund, warum ich nie wirklich dazugehöre. Ich bewege mich durch die konservative Gesellschaft wie durch ein fremdes Museum – ich kenne die Regeln, ich sehe die Exponate, aber ich spüre keine Verbindung. Ich kann unsichtbar sein, wenn es sein muss, aber ich werde nie teilnehmen wollen an diesem Konsens.

Denn hier glaubt man an den Rechtsstaat, wie er ist, nicht wie er sein könnte. Man glaubt an Götter, um den Abgrund der Realität nicht ansehen zu müssen. Man lässt sich führen – von den sanften, allgegenwärtigen Impulsen der Tech-Konzerne, von den lächelnden Stars und Influencern, deren beste Absicht das eigene Konto ist. Es ist ein Strom von Lemmingen, die nicht hinterfragen, die nicht stutzen, die einfach weitergehen. Und ich? Ich hinterfrage. Immer. Die Struktur der Macht, das Gewebe der Religion, die Versprechen der Unternehmen. Ich bin der Schatten an der Wand, der beobachtet, aber nicht mitspielt. Ich stehe zu Ideen, die hier als utopisch gelten: Anarchie nicht als Chaos, sondern als Verweigerung gegen ungerechte Hierarchien. Atheismus als der mutige Blick in ein lichtloses Dunkel. Menschenrechte, Gleichheit, Gerechtigkeit – nicht als Slogans, sondern als unerreichte Forderungen.

Dazu kommt dies: mein Geist, der anders tickt. ADHS – ich leide nicht darunter, ich habe gelernt, mit den sprunghaften Gedankenflüssen zu leben, sie sogar zu schätzen. Aber es schreckt ab. Nicht weil es gefährlich wäre, sondern weil es unbekannt ist. Menschen fürchten, was sie nicht verstehen, und ziehen sich zurück in die Vertrautheit des Normalen.

Und dann der Körper. Dieser falsche Körper, der nie ganz mein Zuhause war. Ein Gefäß, das nicht passt, das sich fremd anfühlt, als trüge man ständig eine Haut, die einem nicht gehört. Man hasst ihn nicht aus Eitelkeit, sondern aus Entfremdung. Er ist der stumme, sichtbare Beweis dafür, dass etwas von Grund auf nicht zusammengepasst hat.

All das macht mich zu dem, was ich bin: einsam, fragend, anders. Manchmal denke ich, vielleicht ist diese Einsamkeit der Preis für das Nicht-Mitlaufen. Vielleicht ist das Hinterfragen ein einsames Geschäft. Es tröstet nicht. Aber es ist ehrlich. Und in einer Welt der angepassten Unwahrheiten ist die eigene, düstere Ehrlichkeit manchmal das Einzige, was einem wirklich gehört.

 
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Tags: #Momente, #Einsicht, #Reue, #Tod, #depressiv, #Depression, #Erschöpfung, #Menschen, #vergessen, #Ignoranz, #Schmerz, #Gerechtigkeit, #Qualen


Ich erinnere mich an Dinge, die längst keiner mehr aufrührt – winzige Momente, in denen ich jemandem wehgetan habe, ohne es zu wollen, oder ohne es überhaupt zu bemerken. Es waren keine dramatischen Szenen, eher das leise Knirschen von Beziehungen, die unter unausgesprochenen Worten und kindlicher Rücksichtslosigkeit leiden. Ich war kein böses Kind, glaube ich. Nur achtlos. Und das Schlimmste daran: Mit der Zeit wurde aus dieser Achtlosigkeit ein Gewicht, das ich trage, als hätte ich es mir auserwählt.

Später, als ich erwachsen wurde, kamen die Einsichten. Mit ihnen kam die Reue – nicht laut, sondern leise, wie Nebel, der sich in alle Ritzen einer Wohnung schiebt, bis nichts mehr atmet. Ich dachte, eines Tages würde ich mich entschuldigen. Dass die Zeit heilt, dass Worte, auch wenn sie verspätet kommen, etwas wiegen. Doch dann kam der Tod. Und mit ihm verschwand die Möglichkeit, die ich mir so lange vorgestellt hatte. Eine Tür, die sich für immer schließt, ohne dass man je den Schlüssel in der Hand hatte.

Seitdem lebe ich mit dem Echo meiner selbst. Ich bin depressiv. Es fing mit zwanzig an, einem Alter, in dem andere beginnen, ihre Leben zu sortieren, während ich begann, mich selbst zu durchforsten – bis ins Letzte, bis zur Erschöpfung. Jedes Gespräch mit mir selbst endet irgendwann bei demselben Ort: bei dem, was ich war, und was ich nicht mehr ändern kann.

Ich beneide Menschen, die vergessen können. Die banale Bosheiten der Kindheit als solche abtun, lachen, weitergehen. Mein Kopf ist anders. Er bewahrt auf wie ein Archiv ohne Suchfunktion, in dem alles gleich wichtig ist: die gemeinen Blicke, die unhöflichen Worte, die Ignoranz gegenüber dem Schmerz anderer – all das lagert sich ab, Schicht um Schicht.

Manche sagen, Depression sei eine Krankheit. Vielleicht. Aber manchmal fühlt es sich an wie eine Art Gerechtigkeit. Als hätte ich, ohne es zu wollen, einen Vertrag mit mir selbst abgeschlossen: Ich trage das Gewicht, weil ich es verursacht habe. Weil es mir nicht verziehen wurde – und weil ich es mir selbst nicht verzeihe.

Ich denke nicht oft an den Tod. Nicht so, wie manche. Aber ich denke oft daran, dass es gerecht ist, wie es ist. Dass der Tod als Flucht, für mich nicht infrage kommt, weil ich die Qualen verdient habe.

 
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Tags: #Hoffnung, #Ekel, #Spiegel, #Akzeptanz, #Schweigen


ist kein Geheimnis mehr. Ich stehe davor und sehe leere Augen, Augen ohne Hoffnung, ohne Erwartung, ohne dieses kleine Zittern, das man Leben nennt. Sie blicken zurück, fremd und müde, als gehörten sie längst nicht mehr mir, sondern all jenen Blicken, die sich im Laufe der Jahre in mir festgesetzt haben.

Das Gesicht, das mich ansieht, fühlt sich nicht an wie meines. Es wirkt inzwischen so auf mich, wie es immer angesehen wurde: mit Ekel. Nicht laut, nicht offen, sondern still, beiläufig, in diesen kurzen Momenten, in denen Menschen glauben, ich merke nichts. Dieser Ekel hat sich eingegraben, hat meine Züge nachgezeichnet, bis ich ihn selbst erkenne, noch bevor ich ihn denke.

Ich sehe keine Ausstrahlung. Kein Leuchten. Kein Versprechen. Ich sehe einen dunklen Fleck im Schatten, etwas, das man übersieht, selbst wenn es direkt vor einem steht. Und wenn es doch gesehen wird, dann nur, um sich innerlich abzuwenden, als wäre Nähe ansteckend, als könnte mein Dasein etwas übertragen, das man lieber nicht berührt.

Im Spiegel sehe ich das, was nicht in Form passt. Etwas, das zu still ist, zu anders, zu unbequem. Ich sehe einen Menschen, den man lieber ausschließt, weil Verstehen Mühe kostet und Akzeptanz Arbeit bedeutet. Es ist einfacher, wegzusehen, Etiketten zu verteilen, Grenzen zu ziehen und sich selbst dabei für tolerant zu halten.

Ich frage mich, wann ich angefangen habe, mich selbst so zu betrachten. Ob es ein einzelner Moment war oder eine langsame Ansammlung aus Blicken, Worten und Schweigen. Wahrscheinlich war es kein Knall, sondern ein stetiges Tropfen, das irgendwann Spuren hinterlassen hat, tief genug, um mein eigenes Bild zu verzerren.

Der Spiegel ist ehrlich, sagen sie. Aber vielleicht ist er nur ein Sammler. Er zeigt mir nicht nur mich, sondern auch all das, was andere in mir gesehen haben wollten. Ablehnung formt Gesichtszüge. Missverständnisse legen sich wie Staub auf die Haut. Und irgendwann sieht man nur noch das, was übrig bleibt, wenn niemand geblieben ist.

Ich stehe da und halte diesem Bild stand. Nicht aus Mut, sondern aus Gewohnheit. Ich kenne diesen Anblick. Ich weiß, wie man mit ihm lebt. Ich weiß, wie man sich klein macht, leise wird, nicht auffällt. Der Spiegel urteilt nicht. Das habe ich längst übernommen.

Vielleicht ist es genau diese Nüchternheit, die bleibt. Kein Trost, kein Aufbruch, kein versöhnlicher Schluss. Nur das tägliche Wiedersehen mit mir selbst, roh und ungefiltert, ohne Maske, ohne Ausrede. Ich lerne, diesen Anblick auszuhalten, nicht zu lieben, nicht zu hassen, sondern zu akzeptieren, dass er da ist. Der Spiegel schweigt. Ich auch. Und zwischen uns liegt ein stiller, schwerer Frieden.

 
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Tags: #DiDay, #BigTech, #NoBigTech, #USA, #Europa, #Alternativen, #Datenschutz, #Privatsphäre, #PatriotAct, #YunoHost


Heute ist #DiDay. Ein Tag, der uns daran erinnern soll, dass jeder Klick, jede Suche, jede geteilte Geschichte nicht einfach in den Weiten des Netzes verschwindet, sondern gesammelt, analysiert und zu einem Profil zusammengesetzt wird. Einem Profil, das oft mehr über uns weiß, als wir uns selbst eingestehen möchten.

Die Website zum DiDay bietet nur einen kleinen Ausschnitt. Sie warnt vor Big Tech, aber nicht vor dem stillen, mächtigen Einfluss, der hinter den Kulissen lauert: dem Patriot Act. Ein Gesetz, das es den USA erlaubt, auf Daten zuzugreifen, die auf ihren Servern liegen, egal woher sie stammen. Ein Hintertürchen in unsere Privatsphäre, das viele nicht sehen wollen oder können.

Daher dieser kleine Aufruf, diese sanfte Revolte: Meidet nicht nur die großen Player, sondern allgemein Instanzen, Dienste und Plattformen, die auf US-Servern gehostet sind. Sucht euch Alternativen, die in Europa verwurzelt sind, die unseren Datenschutzgesetzen folgen, die nicht das feine Netz der Überwachung weiterspinnen.

Hier eine ergänzende und dennoch unvollständige Liste zu den wenigen Vorschlägen auf der Di.DAY Website, denn manche dieser Alternativen verstecken sich in Fußnoten oder sind nur verschachtelt zu finden. Diese Liste ist nicht vollständig und sie kann es nicht sein. Sie ist ein Anfang, ein erster Schritt in eine Richtung, in der wir nicht mehr nur Konsumenten, sondern bewusste Gestalter unserer digitalen Existenz werden. Für weitere Informationen und Alternativen, einfach etwas im Netz recherchieren.

Soziale Netzwerke Von X, Threads, Bluesky, Tumblr und anderen zu:

  • Sharkey
  • Akkoma
  • GoToSocial
  • Diaspora
  • Hubzilla
  • Friendica
  • Streams
  • Pixelfed oder Vernissage statt Instagram und Flickr
  • Loops statt TikTok, Reels und Shorts
  • Lemmy statt Reddit
  • PeerTube statt YouTube
  • Owncast statt Twitch
  • WriteFreely oder WordPress statt Tumblr und anderen Blogging-Plattformen.
  • etc.

E-Mail Von Gmail, GMX, web.de, Apple Mail und anderen zu:

  • Tuta Mail
  • Proton Mail
  • Informaniak
  • Posteo
  • Mailbox.org
  • Startmail
  • etc.

Messenger Von WhatsApp, Snapchat und anderen zu:

  • SimpleX
  • Session
  • Matrix
  • Threema
  • Stoat (ehemals Revolt) statt Discord
  • Senfcall oder Jitsi Meet statt Zoom
  • etc.

Browser Von Google Chrome, Edge, Safari und anderen zu:

  • Librewolf
  • Waterfox
  • Ironfox
  • Mullvad
  • Brave
  • Vivaldi
  • etc.

Suchmaschine Von Google, Bing, Perplexity und anderen zu:

  • Qwant
  • DuckDuckGo
  • Brave
  • Startpage
  • etc.

Online-Speicher Von Google Drive, iCloud, OneDrive zu:

  • Nextcloud
  • Owncloud
  • KDrive
  • Proton Drive
  • etc.

Bücher und eBooks Der Hinweis, von Amazon zu einer Buchhandlung zu wechseln, ist großartig und wichtig. Doch noch wichtiger ist es, wenn möglich, kleine, unabhängige Buchhandlungen zu unterstützen. Vielleicht hat diese das gewünschte Buch nicht vorrätig und muss bestellt werden, aber deine Geduld kann diesen Laden am Leben erhalten. Es gibt auch Online-Shops für E-Books, die nicht an ein Konto gebunden sind, wie bei Amazon. Du erhältst eine Datei, die du auf jedem kompatiblen Gerät nutzen kannst, frei, unabhängig, dein.

Zusätzliche Anmerkungen Wenn du Apple-Produkte nutzt, ist ein Wechsel zu empfehlen. Apple ist Big Tech, das dich permanent überwacht. Viele behaupten, ein Wechsel sei aufwendig oder kaum umsetzbar. Doch ich war selbst vor Jahren im Apple-Ökosystem und habe gewechselt. Es war kein Aufwand und für ein einzelnes Gerät in wenigen Minuten erledigt.

Der Wechsel der Dienste ist wichtig, doch das Betriebssystem horcht weiter. Auch hier solltest du handeln.

Smartphone OS von iOS oder Google Android zu:

  • GrapheneOS
  • /e/OS
  • SailfishOS
  • PostmarketOS
  • Ubuntu Touch
  • etc.

Computer OS Von Windows, macOS, ChromeOS zu:

  • CachyOS
  • Linux Mint
  • Manjaro
  • Debian
  • etc.

Die Königsdisziplin: Selbst hosten Einige Dienste lassen sich selbst hosten – für maximale Kontrolle und Datenschutz. Du kannst alles manuell auf einem Server deines Vertrauens einrichten. Wenn du Zeit sparen oder dich langsam einarbeiten möchtest, gibt es YunoHost. Einmal installiert, stehen unzählige Dienste als Apps bereit, die mit einem Klick installiert werden können. Die Dokumentation sollte vorab gelesen werden, da es einige Schritte sind.
Hoster gibt es einige, die fair agieren. Du kannst aber auch einen eigenen Heimserver aufbauen. Ein Raspberry Pi ist ein Anfang, auch wenn er in seiner Leistung sehr limitiert ist.

Dies ist kein Aufruf zur radikalen Abschottung. Es ist eine Einladung, bewusster zu werden. Jeder Wechsel, jede kleine Entscheidung für mehr Privatsphäre ist ein Schritt in eine Richtung, in der wir nicht mehr nur beobachtet werden, sondern selbst entscheiden, was wir preisgeben.
Vielleicht ist das die eigentliche Revolte: nicht im Lärm, sondern in der Stille. Nicht im großen Aufstand, sondern in den kleinen, täglichen Entscheidungen.

Viel vergnügen ...

 
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